Gelsenkirchen, Wuppertal und EM

Das Jahr ist schon wieder halb rum und es ist offiziell Sommer. Woher ich das weiß? Der Regen in Wuppertal ist pipiwarm geworden. Und es passieren spannende Dinge. Irgendwas mit Fußball, glaube ich, weil neben den Deutschlandfahnen mit dem komischen Vogel drauf jetzt auch wieder ganz viele kleine Deutschlandfahnen an Autos, Kinderwagen und als Genitalpiercings auftauchen. Fragt mich besser nicht, woher ich das weiß. Ich möchte nicht öffentlich über dieses schmutzige, abstoßende Ding reden … also Fußball.

Wenden wir uns stattdessen schöneren Dingen zu. Heute stehe ich mal wieder mit meinem Solo auf der Bühne, oder genauer gesagt: auf der Bühne in einem Zelt in einer Kirche in Gelsenkirchen (Kleine Bergstraße 1, 45897 Gelsenkirchen). Das wird spannend! Eintritt ist frei, es geht um 19:30 los.

Außerdem habe ich ein Mini-Best-Of mit Untertiteln versehen, quasi einen mundgerechten Happen Wiesler erstellt. Wer das teilen möchte, ist herzlich dazu eingeladen:

Seit dem letzten Post ist ein weiterer der von mir gefilmten und zusammengeschusterten Filme für das Frau-Holle-Festival online gegangen, mit der wunderbaren Marcia Golgowsky.

Außerdem bastele ich zusammen mit ein paar Freunden an dem „Escape the Märchenwald“-Spiel für das Frau-Holle-Festival. Und so wie es aussieht, werden wir mit unserem „mobilen Escape Game“ wohl auch die Feencon heimsuchen besuchen.

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Zu guter Letzt ist wieder ein Buch erschienen, das ich herausgeben durfte: Vom Leben und Weben in Wuppertal. Es enthält lustige, ernste, traurige und schockierende Geschichten von verschiedenen Autorinnen und Autoren.

EDK_WieslerWeben_CoverKlappentext: Die Häuser an der Wupper drängen sich nah an den Fluss im Tal, und auf ähnliche Weise rücken auch die Bewohner dieser Stadt zueinander, bis sich ihre Geschichten berühren und durchdringen.
Nach „Vom Leben und Schweben in Wuppertal“ und „Vom Leben und Regen in Wuppertal“ werfen in diesem Band zum dritten Mal Wuppertaler Autorinnen und Autoren ihren ganz persönlichen Blick auf das Leben in ihrer Stadt – und diese Blicke sind kritisch, humorvoll, melancholisch, hoffnungsvoll, absurd und vieles mehr.
Ein unterhaltsames Lesebuch für regenreiche Nachmittage – nicht nur in Wuppertal.

 

 

 

Meine Herren, das waren Wochen!

IMG_1045Ich war hier in letzter Zeit ziemlich maulfaul, was mir sehr leid tut. Aber zu sagen, dass die letzten Wochen im Hause Wiesler ereignisreich waren, wäre schwer untertrieben.

Ich habe den Protektor fertiggeschrieben, drucken lassen und ausgeliefert und er trudelt dieser Tage bei den Unterstützern des Crowdfundings ein. Auf der Leipziger Buchmesse konnte man ihn auch schon kaufen.

Das Hörbuch ist ebenfalls gestern fertig geworden und als Download an die Unterstützer rausgegangen. Der Verlag schleust es gerade in die Pipeline unseres digitalen Vertriebs ein, und so sollte es bald auch bei den „üblichen Verdächtigen“ des Hörbuchbedarfs erhältlich sein.

CD Entwurf 1Die CD wird voraussichtlich Anfang nächster Woche in den Druck gehen und sollte dann auch Mitte nächsten Monats im Handel erhältlich sein.

Aber wie es so schön heißt: Nach dem Buch ist vor dem Buch, und so habe ich mit Elysion Books vereinbart, meine dritte Bühnentext-Sammlung anzugehen. Arbeitstitel ist: „Auf Star Trek zu wichsen ist harte Arbeit“. Untertitel: „Aus dem Leben eines fetten, versauten Nerds.“ Wird also insgesamt eher kein Familienbuch und passt damit umso besser in diesen Schweinkram-Verlag 😉

Meine Frau ist auf der Zieletappe ihrer Prüfung zur Heilpraktikerin der Psychotherapie (nein, hat nix mit Globuli schmeißen und Klangschalen zu tun), das ganze Haus hängt mit Lernplakaten voll und ich muss sie nachts um zwei aus dem Schlaf schütteln, um ihr Fragen zu stellen wie: „Was sind die Subtypen der Schizophrenie?“

Darüber hinaus habe ich erste Gespräche über zwei Best-Off-CDs angestoßen, mit Bühnentexten aus den letzten fünf Jahren. Eine CD wird „Tee mit den Schwiegereltern“-tauglich, die andere wird ab 18. Vermutlich werde ich dazu ein weiteres Crowdfunding machen, um abschätzen zu können, wie viele CDs sinnvoll sind und natürlich, um die CDs ein bisschen hübscher und voller zu machen, als sonst möglich wäre.

Außerdem wurden meine Frau und ich als Sprecher eines weiteren Hörbuchs angefragt. Vielleicht hört ihr unsere Stimmen also demnächst auch noch an anderer Stelle. Einzelheiten folgen beizeiten.

In meinem eigentlichen Job bei Ulisses Spiele habe ich mit Kobolde fressen Babys! ein Crowdfunding für ein weiteres Fun-Spiel abgeschlossen, dafür ein Abenteuer geschrieben und es sogar live geleitet. Jetzt arbeite ich hart daran, die nächste Kampagne vorzubereiten. Diesmal geht es um Ninjas! Und dann wollen ja auch noch die Handbücher des Kobolds an die Unterstützer und in den Druck geleitet werden.

Zu guter Letzt möchte ich eigentlich dieses Jahr auch wieder öfter auftreten. Aber wann ich das noch unterbringen soll … Auf jeden Fall könnt ihr mich schon mal am 7.4. beim weltberühmten Nerdslam in der börse in Wuppertal treffen, voraussichtlich mit dem titelgebenden Text für meine nächste Anthologie. Ihr wisst schon … Star Trek. Karten sollte es in Kürze im Vorverkauf geben.

Uff, das war ein Rundumschlag. Ich wünsche euch an dieser Stelle schon mal wunderschöne Ostertage. Lest oder hört was Schönes (am besten natürlich von mir, aber ich lasse auch was vom Grasi oder vom Hank durchgehen) und lasst es euch gutgehen!

Euer André

Was macht der Wiesler eigentlich so?

Oder: Die Geschichte vom dicken Mann, den man buchen kann

Ich kriege immer wieder tränenrührige Anfragen, wann ich denn endlich mal nach Hinterniederunterbergfischteich komme mit meiner Show, und sowieso sei ich ja nie im Süden, Osten, Norden unterwegs und überhaupt!

Daran könnt ihr jetzt etwas ändern! Denn ihr – oder eine Veranstaltungshalle oder ein Unternehmen eures Vertrauens – könnt mich buchen und zu euch holen. Auch nach Gradnochhintertupfingen. Was ich dann da mache, außer den Stadtbrunnen mit den nackten Bronzeputten zu bewundern, die große Sehenswürdigkeit des Dorfes der Stadt? Das könnt ihr selbst entscheiden. Was zur Auswahl steht, verrät euch diese Informationsschrift hier!

Neben diversen Comedy-Programmen und multimedia-unterstützen Lesungen gebe ich auch Kurse zum Schreiben und zu öffentlichen Auftritten und halte Vorträge zu diversen Themengebieten.

PS: Ich komme auch in Großstädte!

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Die krass geile Multimedia-Hörspiel-Lesung am 28.8. in Wuppertal

T-Shirt-Variante-5-VorschauWie ihr sicher schon wisst, gebe ich mich selten damit zufrieden, mich bei einer Lesung vorne hinzusetzen, am Wasserglas zu nippen und mir in den Bart zu murmeln. Nein, ich nutze Videos, Audiosample, lasse mich verprügeln oder mit dem Schwert bedrohen, alles zu eurer Unterhaltung.

Und am 28.8., bei der offiziellen Premierenlesung zum Protektor, lege ich noch einen drauf. Ich habe mir nämlich die Mithilfe von je zwei Kollegen und Kolleginnen gesichert, mit denen ich gemeinsam eine hörspielartige Lesungsbombe platzen lassen. Egal ob ihr mich mögt, Hörspiele, Mystery oder Humor allgemein, an dem Abend müsst ihr dabei sein!

Auf der Bühne findet ihr an dem Abend den Hank Zerbolesch, David Grashoff, Saskia Savita Schulte und Jasmin Kischk.

Hier die Veranstaltungsseite der börse.

Bald ist RatCon – und ich bin voll fett dabei!

Ratcon2015Flyer-1Jaja, ich bin immer voll fett, egal wo ich bin. Aber auf der RatCon am 7. bis 9.8. in Unna  mache ich auch noch jede Menge Sachen. Konkret Folgendes am Freitag und Samstag, am Sonntag bin ich nicht vor Ort.

Workshop: Offene Fragestunde mit André Wiesler

Facebook-Event zum Workshop

Freitag 20:00 bis 21:00 Uhr

André Wiesler ist Autor zahlreicher Romane u.a. für DSA und Shadowrun, Verfasser und Übersetzer zahlreicher Abenteuer und Quellentexte für Shadowrun, DSA, Cthulhu u.a. Rollenspiele und  Spieleentwickler u.a. von Raumhafen Adamant und Teilen der John-Sinclair- und Justifiers-Abenteuerspiele. Außerdem betreut er als Redakteur die Welt der Dunkelheit und als Projektmanager die Crowdfundings von Ulisses Spiele. Er leitet Schreib- und Poetry-Slam-Workshops und ist als Lese-Komiker auf den Bühnen unterwegs. Und er ist ständig beschäftigt, gerade auf Cons. Wenn ihr also dem – so seine Selbstbezeichnung – dicken Mann schon immer mal in Ruhe eine Frage zu einem seiner Schaffensgebiete stellen wolltet oder euch dir obige Aufzählung neugierig gemacht habt, kommt vorbei und stellt André eine Frage. Oder auch mehrere.

Mehr Infos zu André bietet seine Homepage unter www.andrewiesler.de

Wiesler-Worlshops

Workshop: Jetzt erzählen wir aber mal auf hohem Niveau!

Facebook-Event zum Workshop

Samstag, 12:00 bis 14:00 Uhr

Der Titel klingt arrogant? Soll er auch! Nur der höchste Anspruch an das, was das Erlebnis der Spieler in ihren Köpfen bestimmt, ist gut genug. Natürlich kann man auch mit der üblichen Kneipenschlägerei einen tollen Abend haben – aber was, wenn ihr die Spieler spüren lassen könntet, dass in allem, was passiert, ein größeres Thema mitschwingt? Wenn sich während des Abenteuers oder während einer Chronik immer wieder zwischendurch offenbart, dass sie es mit einem Kunstwerk an verflochtenen Erzählsträngen zu tun haben, ein Netz, das auf jede ihrer Bewegungen reagiert, mitschwingt und neue Entwicklungen gebiert? Denn es geht nicht darum, einen strikten Plot zu stricken, der auch ohne die Charakter ablaufen würde – es geht darum, Tricks und Kniffe des Erzähl- und dramaturgischen Handwerks zu nutzen, um zusammen eine Geschichte zu erzählen, in deren absolutem Zentrum die Charaktere stehen.

André Wiesler schreibt seit über 20 Jahren Romane, Spielhilfen, Drehbücher, Hörspiele und allerlei mehr, leitet seit fast 30 Jahren selbstgeschriebene Szenarien und möchte mit euch zusammen in den zwei Stunden dieses Workshops eine Tür aufstoßen zu einer erweiterten Idee von der Kunst des Erzählens am Spieltisch.

Workshop: Wie schreibe ich ein Buch? (Crashkurs)

Facebook-Event zum Workshop

Samstag, 15:00 bis 16:00 Uhr

Wie schreibe ich ein Buch? Diese Frage stellen sich viele angehende AutorInnen. Dieser Crashkurs richtet sich an Schreibanfänger ebenso wie an erfahrene Kurzgeschichtenverfasser oder AutorInnen, die bereits mit der Arbeit an einem eigenen Buch begonnen haben und sich Hilfe oder Inspiration erhoffen. Fragen, die hier (aufgrund der Kürze im Schweinsgalopp) behandelt werden können, sind z.B.:

Wie komme ich auf Ideen und wie setze ich sie um? Kann man vom Schreiben leben, und wenn ja, wie gut? Wie plane ich ein Buch? Wie bleibe ich dabei, bis es fertig ist? Wie muss mein Manuskript aussehen? Was ist ein Exposé? Wie geht es in der Verlagslandschaft wirklich zu? Was macht ein Lektor, was macht er nicht? Brauche ich einen Agenten? Wie schreibe ich gute Figuren? Dialoge? Beschreibungen? Mein Buch ist erschienen, was nun? Muss ein Autor eine Facebookseite haben?

Die Auswahl, welche Fragen wir anreißen, treffen die Anwesenden.

André Wiesler schreibt seit 25 Jahren Erzählungen und Romane mit dem Schwerpunkt Phantastik. Aktuell sind 18 Romane und mehrere Dutzend Kurzgeschichten aus seiner Feder erscheinen.

Lesung: Protektor – Monsterjäger mit Sockenschuss

Facebook-Event zur Lesung

Samstag 17:00 bis 18:00 Uhr

André Wiesler liest aus seinem kommenden, über ein Crowdfunding finanziertes Buch mit folgendem Inhalt: Die meisten Leute würden Klaus Holger wohl als Totalversager beschreiben. Seit er versehentlich Teile seiner illegalen Pornofilmsammlung an alle Empfänger des Firmennewsletters verschickt hat, ist er Langzeitarbeitsloser und hat wenig Antrieb. Doch sein Leben wird schlagartig spannender, als ihm Veronique begegnet, eine mysteriöse Schönheit. Danach sieht er seltsame Dinge und scheint mystische Kräfte zu besitzen. Denn sie hat ihn zum Protektor von Deutschland gemacht. Klaus muss erkennen: Das Böse ist real, es gibt Monster, Dämonen und Vampire (die NICHT glitzern!) – und er soll sie bekämpfen. Dass er dabei von einer Kuh begleitet wird, macht die Sache nicht eben leichter.

Protektor mit Sockenschuss ist eine Mysterygeschichte voller Witz, frechem Humor und Spannung, mit der André Wiesler den Beweis antreten möchte: Mystery geht auch in lustig!

Rett-Syndrom goes Steampunk?

Mein guter Freund Martin Engelhardt hat seiner Tochter Elisabeth ein besonderes Geschenk gemacht, an dem ich ein bisschen teilhaben konnte. Aber am besten lasse ich es ihn selbst erzählen:

Was haben eine Steampunk Anthologie und ein Mädchen mit Rett-Syndrom gemeinsam?

Dies bedarf einer kleinen Geschichte:

Mein Name ist Martin Engelhardt, ich bin Vater einer 12-jährigen Tochter mit dem schönen Namen Elisabeth, die am Rett-Syndrom erkrankt ist.

Was ist das Rett-Syndrom?

Das Rett-Syndrom ist eine genetisch verursachte Erkrankung mit der Folge einer schweren geistigen und körperlichen Behinderung, die fast ausschließlich Mädchen betrifft.

Im September 2013 traf ich beiden Autoren Judith und Christian Vogt auf einem Pen-und-Paper-Rollenspiel Wochenende in meiner Heimatstadt Wuppertal.

Die Sprache kam auf die geplante Anthologie der beiden zum Thema Steampunk, die Geschichten darin sollten in der Welt der „Zerbrochenen Puppe“ spielen, eines Romans, für den Judith und Christian Vogt im Oktober dann den Deutschen Phantastik Preis 2013 gewannen.

An der Stelle auch nochmal meinen Glückwunsch!

Leider sind Anthologien in Deutschland so gut nicht über normale Verlagsarbeit zu finanzieren, zu groß ist den Verlagen das Risiko, dass eine Kurzgeschichtensammlung kein wirtschaftlicher Erfolg wird.

Also hatten sich die beiden entschlossen, über StartNext, eine deutsche Crowdfunding-Plattform, die Finanzierung sicherzustellen.

Wer diese Art von Finanzierung nicht kennt: Hier kann man Projekten, die dort vorgestellt werden, Geld spenden und bekommt dafür ein Dankeschön. Bei Computerhardware kann dies z. B. die neu zu entwickelnde Hardware sein. Bei Kunst und Büchern ist das natürlich immer ein wenig schwieriger … das Buch kann ich mir ja auch einfach kaufen, falls es publiziert wird, warum sollte man also spenden?

Also hatten die beiden ein paar tolle Einfälle, um potentielle „Investoren“ anzuziehen. Neben dem eigentlichen Buch konnte man u. a. eine Buchlesung der Autoren gegen eine Spende bekommen, ein tolles Poster des Buchcovers usw.

Eines der Dankeschöns für eine Spende war: „Dein Name in einer der Kurzgeschichten“. Hörte sich toll an, aber warum sollte mein Name in einem Buch auftauchen? So groß ist mein Ego nicht. Auf der anderen Seite wollte ich das Projekt gerne unterstützen.

Bis mir ein Gedanke kam: „Warum verschenke ich das nicht einfach an meine Tochter Elisabeth?“

Der Name Elisabeth passt ja auch sehr gut in einen viktorianisch angehauchten Buchbackground, und es wäre ein tolles Geschenk für Weihnachten.

An der Stelle muss man wissen, dass Geschenke für ein schwerst mehrfachbehindertes Kind zu finden sehr, sehr schwer sein kann.

Es muss etwas sein, was zu ihr passt, was ihr Spaß macht, wovon sie etwas hat … und dann stehen Sie als Eltern jeden Geburtstag und Weihnachten da und machen sich Gedanken, bis der Kopf raucht.

Es soll ja auch nicht nur etwas sein, was das eigene Gewissen beruhigt.

Elisabeth liebt es, Geschichten zu hören, vorgelesen zu bekommen und Hörbüchern zu lauschen. War bei den Eltern, die beides gelernte Buchhändler sind, auch nicht anders zu erwarten.

Also war das doch mal ein tolles Geschenk, Elisabeth würde ihren eigenen Namen in einer spannenden Geschichte hören und sicher in ihrer Schulgruppe auch stolz darüber berichten, und der Lehrer in der Schule kann dann die Geschichte auch vorlesen.

Also gesagt, getan. Die Spende zum Eis-und-Dampf-Projekt online getätigt, und da die Herausgeber ja noch vor Ort waren, denen direkt den Namen meiner Tochter mitgeteilt.

Auf die Frage: Warum für meine Tochter, erzählte ich von den Problemen, passende Geschenke zu finden und was für eine Behinderung Elisabeth hat.

Ein paar Tage nach dem Treffen kamen die Herausgeben auf mich zu, es hätten sich verschieden Autoren gefunden, die Elisabeth gerne in Ihre Geschichte aufnehmen könnten, als Name, aber auch gerne als „Sidekick“ eines der Helden (wie Robin bei Batman) oder eben in Judiths eigener Kurzgeschichte, die eine der wichtigen Begebenheiten aus Ihrem Roman „Die zerbrochenen Puppe“ näher beleuchtet.

Judith fragte mich, ob Elisabeth denn mit oder ohne Ihre Behinderung auftauchen sollte, und nach einem Gespräch mit meiner Frau entschlossen wir uns, Elisabeth so erscheinen zu lassen, wie sie ist. Ein schwerstbehindertes Kind, das aber trotz allem glücklich ist, lacht und einen tollen Humor hat, der unser Leben ungeheuer bereichert. Judith solle sie sehr gerne in ihre Geschichte „Der Puppenmacher” aufnehmen.

Das Ergebnis können Sie nun in gedruckter Fassung und als E-Book kaufen.

Die Finanzierung durch das Crowdfunding bei StartNext hat also wunderbar funktioniert.

Natürlich können Sie es online kaufen, aber auch bei dem Buchhändler um die Ecke. Gehen Sie ruhig mal wieder zu ihm hin und lassen Sie sich beraten. So unter echten Menschen klappt das viel besser als nur online. Nehmen Sie diese Buch mit, aber vielleicht auch noch das eine oder andere von den Autoren dieser Anthologie.

Lesen Sie, was all diese Helden in den Geschichten erleben, welche tolle Welt sich dort vor Ihrem geistigen Auge erstreckt und tauchen Sie darin ein.

Nicht nur Fans von Steampunk und Jules Verne werden ihre Freude haben.

Was Sie auch lesen werden, ist die weltweit erste publizierte Geschichte, in der ein Rett-Mädchen entscheidend in die Geschichte einer Welt eingreift und in der man erfährt, warum eine Piratin dem Mädchen extrem dankbar sein wird …

Elisabeth hat ihrer Geschichte (und inzwischen auch den anderen) aufmerksam gelauscht, und als ihr klar wurde, dass sie dort eine Rolle spielt, hat sie erst mit ihren Augen gelacht und dann ganz doll gegrinst. Sie war richtig stolz darauf, dabei zu sein und ihren Namen sowie die Beschreibung von sich selber in einer der Geschichten zu hören.

Lesen Sie diese Anthologie, lesen Sie den Roman, der den Grundstein für diese Steampunk-Welt legte: „Die zerbrochene Puppe“, lesen Sie aber auch die Werke der anderen Autoren. Wir brauchen eine deutsche Autorenszene, die aus mehr als den Top-10-Bestseller-Listen besteht, die immer nur den gleichen Mainstream bearbeiten. Ohne die Herausgeber und Autoren hätte meine Tochter nie so ein tolles Geschenk bekommen, und Sie wüssten nun gar nicht, was das Rett-Syndrom ist und wie Crowdfunding funktioniert.

Mehr Infos zum Rett-Syndrom finden Sie auf www.rett.de.

Unser Dank an alle Autoren von Eis und Dampf, an den Verlag und besonders an die beiden Herausgeben Judith und Christian Vogt.

Ihr habt ein Mädchen sehr glücklich und stolz gemacht!

Ihr

Martin Engelhardt

Im Dezember 2013

Medial versumpft …

Wie es scheint, kommt die kurze Form meiner Grundfaulheit zu weit entgegen … während ich munter auf meinen verschiedenen Social-Media-Kanälen poste, vernachlässige ich die Homepage.Was ist die Lösung? Euch alle zu meinen verschiedenen Kanälen schicken!

Aber im Ernst: Mea culpa! Ich gelobe Besserung, denn immerhin möchte ja nicht jeder den Datenkraken so bereitwillig Unterhosengröße, Speisegewohnheiten und mediale Vorlieben preisgeben. Wer aber ähnlich daten-exhibitionistisch unterwegs ist, wie moi, der möge bitte hier die SoMe-Sorte seines Geschmacks wählen:

Die Social-Media-Seiten meines Bühnen- und Autoren-Selbst könnt ihr nebenstehend in einem schicken neuen Widget sehen und aufrufen.

Der-Schreibweise_Logo_250x250Als Der Schreibweise gebe ich ich Schreibtipps, weise auf Schreibwettbewerbe hin und beantworte Fragen rund um das Handwerk des Schreibens. Dieses Alter Ego findet ihr hier:

Homepage Facebook Twitter Google+

BringYourArt_LogoAußerdem habe ich mit Bring your Art eine Künstler-Community ins Leben gerufen, die sich besonders aktiv in der Facebookgruppe gleichen Namens austauscht. Wenn ihr Künstler seid (gleich welcher Art, vom Zuckerbäcker und Schmuckdesigner über die Malerin, Musikerin oder Autorin bis hin zur DJane oder dem Bildhauer), dann schaut doch mal vorbei. Aber auch, wenn ihr Künstler werden wollt oder einfach mal wissen wollt, wie das so ist, als Tänzer oder Komponist, dann seid ihr herzlich eingeladen, hier Fragen zu stellen.

Homepage Facebook Facebook-GruppeTwitter Google+

wp_logo_farbeZu guter Letzt sind auch die Wuppertaler Wortpiraten, bei denen ich zusammen mit David Grashoff Poetry-Slams und andere Veranstaltungen organisiere, vielfältig im Netz unterwegs.

Homepage Facebook Twitter MySlam.de

So, jetzt seid ihr informiert und wir sehen uns bestimmt bald irgendwo – ich freue mich auf eure Feedback und eure Fragen!

 

 

Mach mal Dampf – Wiesler goes Steampunk

Der André Skora macht mal wieder eine seiner großartigen Kurzgeschichtensammlungen, diesmal mit dem Thema Steampunk. Seit ich Die zerbrochene Puppe von den Vogts gelesen habe, mag ich das Genre wieder sehr. Aber natürlich bleibe ich der Mann für’s Grobe und kann darum schwerlich viktorianische Empfänge beschreiben. Also habe ich mir für meinen Beitrag etwas Handfesteres ausgedacht. Nachstehend schon mal ein kleiner Teaser mitten aus der Geschichte. Wenn ihr den Rest lesen wollt, behaltet die Seite im Auge, sobald das Buch kommt, erfahrt ihr es unter anderem hier :)

»Los, los, los!«, rief Jakob, schlug die Klappe am Helm zu und warf sein Seil durch die Luke. Dann sprang er hinterher, bevor er über seine verrückte Idee nachdenken konnte. Das Gewicht des Anzugs riss ihn nach unten wie einen Stein und sofort setzte das Kreischen der Winde am Rücken der Rüstung ein, die seinen Sturz in einen vertretbaren Abstieg verwandeln wollte. Der Wind rauschte über die vergitterte Scheibe vor seinem Gesicht. Franz, der Irrsinnige, schoss mit einem Jauchzen an ihm vorbei, Edgar schloss zu Jakob auf, der Rest ließ es mit dem Abstieg ruhiger angehen.

Jakob blickte Franz nach, der in diesem Moment die Steuerklappen aufschnellen ließ. Die Bewegung nach unten wurde zu einer Bogenbewegung, direkt auf den Géant zu. Noch gute fünfzig Höhenmeter trennten sie vom Boden, fünfundzwanzig von ihrem Ziel. Und rund zwanzig horizontal. Auch Jakob zog den Hebel und spürte den Ruck, als sein Anzug sich in den Luftstrom legte und ihn auf den Riesen zusteuerte.

In dem Moment wurde ihr Abstieg bemerkt. Gewehrkugeln prallten pfeifend an seiner Rüstung ab, ohne dass er den Einschlag spürte. Noch zehn Meter. Franz war fast da, schwang die Beine nach vorne, um auf den Schultern des Riesen zu landen, da touchierte ihn eine Kanonenkugel. Sie traf seitlich auf seinen Rücken und schleuderte ihn gegen den Kopf des Riesen. Der eingedrückte Tank mit dem Flüssigdampf platzte auf. Die Chemikalie geriet mit der Luft in Kontakt und breitete sich explosionsartig aus. Franz wurde auf einem Dampfstrahl vom Kopf des Riesen weggerissen und trudelnd über das Schlachtfeld hinweggeschleudert.

Jakob zwang sich, nicht über diesen Verlust nachzudenken. Dazu war später noch Zeit, aber jetzt war es an ihm, auf dem Giganten zu landen. Er ließ das Bajonett am Unterarm hervorschnellen und kappte das Seil, dann warf er Arme und Beine nach vorne. Er knallte hart auf den Riesen, der in diesem Augenblick bereits den Arm hob. Das Bajonett kratzte nutzlos über die Metallhülle, aber seine Griffklammer bekam die Kante einer Panzerplatte zu fassen. Er zog sich daran auf die Schulter hinauf und duckte sich unter dem Arm hindurch, der nach ihm schlug, wie nach einer Mücke.

Edgar landete auf dem zum Schritt erhobenen Oberschenkel des Riesen, Karl-Maria auf dem anderen Arm. Der Rest ihrer Einheit verfehlte den Géant. Der Apparat lief unbeirrt weiter, sein Ziel war offensichtlich die Artillerie. Wie die Delle zeigte, an der sich Jakob festgehalten hatte, war sie das einzige, was ihm gefährlich werden konnte.

»Wollen doch mal sehen, ob das so stimmt!«, keuchte er und lief auf den Kopf zu. Keine Tür zu sehen. Der Zugang konnte sich überall befinden, am Bauch, auf dem Kopf, in einem der Arme. Aber wo bei einem Menschen die Ohren saßen, fand er eine vergitterte, kopfgroße Öffnung vor. Dahinter starrte ihn entsetzt ein junger Mann an. Er trug eine blaugrüne Uniform und eine stilisierte Dampfwolke auf der Schulterklappe und rief nun etwas auf Französisch über die Schulter. Fremdsprachen waren noch nie Jakobs Stärke gewesen, aber es war nicht schwer zu erraten, was der Tireur de Vapeur da weitergab.

Jakob hakte seinen Sicherungshaken in das Gitter ein und warf sich zur Seite. Zwei Meter Kette rollten aus seinem Arm ab, während er wie ein Bergsteiger an der Wand in den Nacken des Géant lief. Die Hand des Riesen krachte gegen den Kopf, wo er gerade noch gestanden hatte und verharrte dort.

»Na, wenn das keine Einladung ist.«

Ich hab 15 Bücher fertig, jetzt seid ihr dran!

Jetzt_anmeldenTermin steht, Raum steht, Kursleiter steht (Tastatur bei Fuß) – nur eure Anmeldung fehlt noch. Am 14. und 15.12. findet im Wtec in Wuppertal mein Wochenendseminar „Wie schreibe ich ein Buch?“ statt.

Wenn ihr einen Entwurf in der Schublade habt, in einem halbfertigen Buch feststeckt, aber auch wenn ihr bisher nur den Wunsch, aber noch keine konkrete Idee für ein eigenes Buch habt, kann euch dieser Kurs weiterhelfen. Wir fangen da an, wo ihr steht und arbeiten uns von da aus vor. Am Ende des Kurses werdet ihr das Buch nicht fertig haben, aber ihr wisst mit Sicherheit, wie eure nächsten Schritte auf dem Weg zum (ersten) eigenen Buch aussehen sollten und wie das insgesamt so geht, ein Buch schreiben und veröffentlichen. Wir knacken Probleme und schauen uns das Handwerkszeug des Schriftstellers genau an. Vom Motivationsschub, den euch so ein Wochenende für die Arbeit am eigenen Werk gibt, ganz zu schweigen. :-)

Bis zum 15.9. gibt es sogar einen Frühbucherrabatt und wenn ihr ein paar schreibinteressierte Freunde mitbringt, wird’s noch billiger.

Also, nicht zaudern, anmelden und auf ein spannendes Wochenende freuen! Ich habe den Kurs auf 10 Personen begrenzt, damit wir auch ordentlich was geschafft kriegen und gemeinsam auf die Fragen jedes Einzelnen eingehen können. Also nicht zu lange warten, voll ist voll 😉

Wuppertal ist euch zu weit? Kein Problem: Wenn ihr ein paar Leute zusammenbekommt, besuche ich euch in eurer Stadt mit eurem ganz eigenen Tages- oder Wochenendseminar, das natürlich auch einen andere Schwerpunkt haben kann.

Schwarze Perle gewinnt RPC-Award

zweiter PlatzAm Wochenende war die RPC, und ratet mal, was ich mitgebracht habe? Einen Preis! Uns zwar den zweiten Preis in der Kategorie Romane.
Auf Platz eins landete Das Lied von Eis und Feuer von Goerge R.R. Martin – das ist eine Konkurrenz, der ich mich einigermaßen wohlgelaunt geschlagen geben kann 😉

Ein riesiges Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben, für mich abszustimmen! Wie sehr ich mich gefreut habe, zeigt dieses Grinsekatzenbild:

RPCAward

Auf der RPC habe ich auch aus Schwarze Segel gelesen, aber die Hintergrundgeräusche hatten ungefähr das Ausmaß des Titanicuntergangs und waren auch mit allen technischen Tricks nicht vernünftig loszuwerden, darum möchte ich euch den Mitschnitt davon nicht zumuten.

Etwas weniger laut war es jedoch bei der Verleihung des Awards selbst, weshalb ihr meinen großen Moment hier live nacherleben könnt. Ich bitte das grenzdebile Grinsen zu entschuldigen.